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Hotel NEPTUN am Strand in Warnemünde
Reservierung +49 381 777-7777

Bastelstunde mit Sven!

von 20. Dezember 2009 News 2 Kommentare

Es gibt einen Virus in meiner Umgebung. Er nennt sich Weihnachtsbastelklebefoliesternchenmoos-Virus. Ich war immer überzeugt davon, dass ich dagegen immun bin. Und ein Gen bei mir hat direkt einen Namen – Bastelallergie. Bisher hatte es bis zum heutigen Tag keine spürbaren Nachteile in meinem Leben hinterlassen. Ich bastle nicht und damit basta. Ich klebe kein Moos, ich filze keine Sternchen, ich blase keine Bio-Eier aus und ich verarbeite keine Zahnstocher zu Kobolden. Seit gestern ist alles anders.
Wir haben hier im Hotel einen sehr schönen Kinderclub für unsere kleinen Hotel Neptun Gäste. Dort fühlen sich die „kleinen Scheißer“ richtig wohl. Ab und zu schau ich mal hinein und frage, ob alles in Ordnung ist. Normalerweise sind sie immer zufrieden. Dieses Mal kam ein kleines Mädchen (ca. 5 Jahre) auf mich zu und sagte „Du, dass mit der Schneemannnase geht nicht.!“ Kaum ausgesprochen, wurde ich auch schon mit viel Kraft auf den Bastelstuhl gedrückt. „Wie macht man eine Nase (Mohrrübe) aus bunten Papier?“ fragte sie mich weiter. „Das ist wie das achte Weltwunder!“ dachte ich bei mir. Na ja, so schlimm wohl nicht. Doch! Der Virus hatte mich sofort fest im Griff – Fieber, feuchte Hände, nasse Stirn und trockenen Hals.

Nun, die Nase fand ich nachher nicht schlecht – sie war eben ganz anders als die anderen Schneemännernasen auf der Welt. Die Kleine hat nicht geweint, sondern war einfach glücklich. Ich komme jetzt nicht in den Weihnachtsmann-Bastelhimmel oder? Ich bin der Typ, der lieber die Geschenke aus- als einpackt.

Kommentare

  1. 1
    Krause

    Hallo Herr Sörgel,
    Vielen Dank für den Fantasievollen über tiefgelebten Bastelspassssssss…
    Das schöne an Kindern ist, dass sie über ihre Bilderwelt, die so bunt und vielfältig
    ist, ihre Gefühle ausdrücken. Dadurch entsteht innerer Wachstum und das Kind
    reift heran. Außerdem spürt ein Kind, ob ein Erwachsener seine kindliche Stimme
    noch in sich trägt oder schon verloren hat. Nur wenn die kindliche Stimme in uns
    Erwachsenen noch vorhanden ist, ist auch das Leben bunt und vielfältig.
    Also Herr Sörgel, lassen Sie weiterhin ihre kindliche Stimme erklingen, dass unsere
    Nachfolgegeneration friedlich und fantasievoll bleibt,

    Herzliche Grüsse, Hr. Krause

    Mittwoch, 23. Dezember 2009

  2. 2
    sörgel

    Hallo Herr Krause,
    Das sind sehr schöne und tiefergehende Gedanken von Ihnen. Ich stimme Ihnen in allen zu. Ich durfte hier im Hotel Neptun schon sehr schöne Momente mit Kindern erleben.

    Ich wünsche Ihnen einen schönen und ruhrigen heiligen Abend – vielleicht auch mit vielen leuchtenden Kinderaugen.

    Donnerstag, 24. Dezember 2009

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