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Kräuter für die Sinne (2)

von 22. Februar 2010 Entdecken kommentieren?

Gemeinsam mit unserem Küchenchef Michael Sellmann habe ich heute unser Kräutereck im Arkona SPA aufgesucht. Ich war schon gespannt, was derzeit wohl so alles wächst und gedeiht – siehe da: Schnittlauch.

„Schnittlauch gehört ja bekanntlich zur Familie der Zwiebelgewächse“ so Michael Sellmann. Schmunzelnd fügte er hinzu: „Allerdings werden nicht die Zwiebelknollen verwendet, sondern die grünen, röhrenförmigen Blätter, die über der Erde wachsen.“ Daraufhin bekam er von mir einen leichten Knuff in die Seite. „Wenn man Schnittlauch – wie wir hier im Gemüsebeet – schneidet, wachsen die grünen Röhrenblätter wieder nach, so dass man praktisch das ganze Jahr über ernten kann.“

Zurück in der Küche schaute ich unserem „Selli“ noch kurze Zeit über die Schulter. Nachdem er den frisch geernteten Schnittlauch gewaschen hatte, schnitt er ihn mit einem scharfen Küchenmesser superschnell in feine Röllchen. Allein beim Anblick hatte ich schon Angst um die Fingerkuppen unseres Küchenchefs. Aber er hat sein Handwerk ja schließlich gelernt. „Schnittlauch sollte immer frisch verwendet werden. Zum Schneiden kann man natürlich auch eine Küchenschere benutzen. Nur zerhackt werden darf der Schnittlauch nicht, da er dadurch gequetscht und in Verbindung mit Luft leicht bitter schmecken würde. Schnittlauch enthält zudem viel Vitamin A, B und C.“

Geschmacklich ist Schnittlauch milder als Porree, Lauch oder Zwiebeln. Wobei allerdings die älteren und dickeren Röhrenblätter eine gewisse Schärfe entwickeln. Hätten Sie gewusst, dass die violettfarbenen Blüten, die sich im Sommer bilden, essbar sind? Das war selbst mir neu, aber man lernt ja zum Glück nie aus… In unserer Küche verwenden wir unseren frischen Schnittlauch u. a. zum Würzen von Frischkäse, Quark, Rührei, Suppen, Saucen, aber auch – wie in unserem Fall – für Salatmarinade.

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